Weiterbildung zum/r Traumapädagogen/in

Traumapädagogik – „Die Pädagogik des sicheren Ortes“

Diese Weiterbildung ist speziell auf Kitas und die frühkindliche Entwicklung bis zu dem 6. Lebensjahr zugeschnitten. Die Teilnehmer:innen erhalten Einblick in das breite Spektrum frühkindlicher Traumata. Gerade das Wissen um die Entstehung von Traumatisierungen, wie sich solche im Verhalten der Kinder zeigen und welche Prägungen daraus entstehen können, schafft den Raum, den Kindern neue Erfahrungen zu ermöglichen. Sie erhalten die Chance auf eine sichere, stabile Beziehungserfahrung, das Erleben eines sicheren Ortes und die offene, wertfreie Annahme ihres „Ichs“.

Da wir gerade in dieser Zeit mit Kindern und Familien zu tun haben, die beispielsweise durch Flucht, Krieg und Corona geprägt sind, ist es auch für die Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig, deren Handeln zu verstehen, um eine traumasensible Haltung ihnen gegenüber einzunehmen. Dies ist Voraussetzung, um zu den Eltern eine vertrauensvolle Beziehung herzustellen und eine gute Zusammenarbeit zu erreichen.

Durch eine traumasensible Haltung und das Wissen um Traumatisierungen und deren Folgen, entsteht im Team die Möglichkeit, traumspezifische Konzepte zu entwickeln, einen professionellen Austausch bei Fallbeispielen zu haben und sich bei Bedarf gegenseitig zu unterstützen.

Die professionelle Abgrenzung zur Traumatherapie, das Wissen um rechtliche Standards, sowie Kenntnisse über mögliche Fachstellen sind für die traumasensible Arbeit und den eigenen Schutz von großer Bedeutung.

Es gibt eine Vielzahl von praktischen Übungen, Fallbeispiele aus dem Alltag, Möglichkeiten durch Selbsterfahrung und Raum zur Reflexion.

Die Weiterbildung endet mit dem Erhalt des Zertifikats „Weiterbildung zum/r Traumapädagogen/in“.

Womit wir uns in dieser Weiterbildung beschäftigen:

  • Grundwissen über Traumatisierungen (Entstehung, Arten, Folgestörungen, ...)
  • Einführung in die Traumapädagogie (Entstehung und Wirkungsfelder, verschiedene Ansätze in unterschiedlichen Konzepten)
  • Bindung und Beziehung in der traumapädagogischen Arbeit (bindungsorientierte Pädagogik, Bindungsfallen und korrigierende Beziehungsgestaltung, Einfluss eigener Bindungserfahrungen, Übertragungen, Vertiefung traumapädagogischer Haltung, Gruppendynamik)
  • Traumpädagogische Stabilisierung (Selbstermächtigung, Stabilisierungsübungen, Resilienzstärkung)
  • Traumasensible Haltung in der Elternarbeit (Elterngespräche, Bindungs- und Beziehungsarbeit, Begleitung)
  • Möglichkeiten in der Einrichtung und ihre Grenzen (Umgang mit Störungsbilder, wertvolle Spielmaterialien, Raumgestaltung, Abgrenzung zur therapeutischen Arbeit, rechtliche Grundlagen, Fachstellen)

Datum:

Modul 1:
Donnerstag, 11.05.2023 und Freitag, 12.05.2023
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Modul 2:
Montag, 12.06.2023 und Dienstag, 13.06.2023 
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Modul 3: 
Montag, 10.07.2023 und Dienstag, 11.07.2023
09.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Teilnehmer:

8

Kosten:

590,00€       SORRY!!!  Der Preis im Heft  (290,00€) ist falsch abgedruckt
inkl. Skript, Getränke, Snacks