Wenn die Vergangenheit ruft!
transgenerationale Traumata und ihre Folgen
Traumatische Erfahrungen wie Krieg, Flucht, Vernachläs-sigung, Gewalt oder familiäre Verluste hinterlassen häufig Spuren über Generationen hinweg. Transgenerationales Trauma beschreibt die unbewusste Weitergabe solcher unverarbeiteten Belastungen von einer Generation zur nächsten – oft über Sprache, Bindungsverhalten, Werte oder unausgesprochene Familiengeheimnisse.
In der pädagogischen Praxis begegnen Fachkräfte Kindern und Eltern, deren Verhalten oder Entwicklungs-verlauf nicht allein durch aktuelle Lebensbedingungen erklärbar sind. Häufig liegen die Ursachen tiefer – ein-gebettet in eine Familiendynamik, die durch unbewältigte Traumata der Eltern oder früherer Generationen geprägt ist.
Diese Fortbildung gibt einen vertieften Einblick in die Mechanismen der transgenerationalen Weitergabe von Traumata, deren Auswirkungen auf die elterli-che Beziehungs- und Erziehungskompetenz sowie die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern und Familiensystemen.
Inhalte der Fortbildung:
- Definition des Begriffes transgenerationales Trauma – Entstehung, Mechanismen, Forschung
- Merkmale eines Traumas im Familiensystem
- Die Eltern-Kind-Beziehung unter dem Einfluss elter-licher Traumafolgen
- Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung
- Anhaltspunkte für transgenerationale Traumaspuren im pädagogischen Alltag
- Reflexion: Eigene Haltung, Grenzen, Ressourcen
- Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Kinder und deren Eltern
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Abgrenzung der pädagogischen Rolle
Datum:
Freitag, 26.02.2027 (online)
09.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Teilnehmer:
8 Personen
Kosten:
70,00 € pP.
inkl. Skript
Für wen:
Pädagogische Kräfte
Art:
Online
Zurück zur Übersicht